Pressemeldungen: 2020 | 2019 | 2018

Pressemitteilung vom 12.12.2019

B51/B64: „4zu1“ Ost-Münsterland-Verbindung: Straßen.NRW setzt Anregungen aus der Bürgerbeteiligung um

Münster (straßen.nrw). Straßen.NRW präsentierte in einem Informationsaustausch mit den Landwirtinnen und Landwirten aus Handorf und Telgte erstmalig die neuen Lösungsansätze, die mit den vielen Anregungen der Bürger erarbeitet wurden.

Rund 250 Bürgerinnen und Bürger hatten im Juli ihre Anregungen zur Planung des Ausbaus der B51 zwischen Münster und Handorf den Expertinnen und Experten von Straßen.NRW mit auf den Weg gegeben. Für den Abschnitt Handorf-Telgte hatten weitere 500 Bürger teilgenommen – hiervon allerdings nur etwa 80 Personen mit Hinweisen zur genauen Streckenführung. Alle Anregungen wurden ausgewertet. Ein Schwerpunkt war zum Beispiel die Problematik der Landwirtschaft, ihren Raiffeisenstützpunkt zu erreichen, wenn die Bundesstraße als Kraftfahrstraße nicht mehr mit den Traktoren befahren werden kann. Ein alternatives Streckennetz müsste geschaffen werden. Ein weiteres Thema war die gewünschte schnelle Radverbindung parallel zur B51, die auch von motorisierten Kleinfahrzeugen oder E-Bikes benutzt werden könnte. Eine Vielzahl von Anliegerinteressen, Arten- und Naturschutz bis hin zur wichtigen Frage des Erhalts der Alleen und der Bildstöcke sollten berücksichtigt werden.

In dem Dialog wurden verschiedene Varianten für das notwendige Ersatzwegenetz vorgestellt und diskutiert. Die anwesenden Landwirtinnen und Landwirte machten zunächst deutlich, dass Sie dem Ausbauprojekt kritisch gegenüberstehen.

In der sogenannte Nordvariante nahm Straßen.NRW die Anregung auf, einen 4,75 Meter breiten Wirtschaftsweg parallel entlang der B51 zu planen. Radfahrer, Kleinkrafträder und die Landwirtschaft sollen diesen Weg nutzen können. In den Niederlanden wird dieses Modell seit Jahren erfolgreich angewendet.

Der Parallelweg nach niederländischem Modell soll bis zur Lützowstraße geführt werden. Hier endet im jetzigen Vorschlag der erste Planungsabschnitt für den vierstreifigen Ausbau zwischen Münster und Telgte. Die Planung für den nächsten Abschnitt zwischen Lützowstraße und Telgte wird anschließend planerisch konkretisiert. Die Bedeutung der Anbindung der Lützowstraße wurde in vielen Anregungen sehr wichtig angesehen. Vorerst bleiben also Alleen und Bildstöcke erhalten. Die Landwirte können ab der Lützowstraße die B51 wie bisher befahren.
Generell äußersten sich die Landwirtinnen und Landwirte positiv zur vorgeschlagenen Nordvariante. Sie wünschten sich allerdings mit Nachdruck eine Ausnahmeregelung zu schaffen, um den Landwirtschaftsverkehr wie bisher auf der Kraftfahrstraße zu genehmigen. Straßen.NRW erläuterte die rechtlichen Grundlage aus der Straßenverkehrsordnung.
Zwei weitere Varianten im Süden mit Querungen der Werse wurden geprüft. Hier herrschte Einigkeit in der Bewertung. Sowohl die ökologischen Fachplaner von Straßen.NRW als auch die betroffenen Landwirtinnen und Landwirte halten die Durchschneidung der wertvollen Naturschutzbereiche und der Überschwemmungsgebiete für ungeeignet.

„Für uns ist es wichtig zu zeigen, dass die frühe Bürgerbeteiligung wirklich gute neue Lösungen hervorbringt“, betont Bernd Epmann der Projektleiter des Vorhabens von Straßen.NRW. „Die gute Beteiligung und der konstruktive Austausch zeigt, wie wichtig der Dialog für die Planung eines Projektes ist.“, führt er aus.

Die Bürger sind weiterhin eingeladen, die Möglichkeiten wahrzunehmen Ideen, Anregungen und Fragen zur Planung des vierspurigen Ausbaus der B51 zwischen Münster und Telgte einzubringen. Nur gemeinsam wird die bestmögliche Lösung, für die vom Bund vorgelegte Aufgabe des vierspurigen Ausbaus der B51 zwischen Münster und Telgte, entwickelt. Dieser wichtige Straßenabschnitt ist eins der vier Projekte, mit denen die leistungsfähige Verbindung von Münster bis nach Rheda-Wiedenbrück geschaffen wird.

Pressekontakt: Sandra Beermann, Telefon 0251-1444-763

Zurück