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Pressemitteilung vom 16.03.2018

A46: Neue Baustelle zwischen Hagen und Hagen-Hohenlimburg

Hagen/Hamm (straßen.nrw). Ab Montag (19.3.) richtet die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm auf der A46 zwischen dem Autobahnkreuz Hagen und der Anschlussstelle Hagen-Hohenlimburg eine neue Baustelle ein. Dann beginnen die Vorarbeiten für eine neue Brücke im Verlauf der innerstädtischen Hammacher Straße über die A46. Der Verkehr läuft damit bis Ende Juli in zwei eingeengten Fahrstreifen an der Baustelle vorbei.

An einem Wochenende Ende April wird die A46 in diesem Bereich komplett gesperrt, um die alte Brücke über der Autobahn abreißen zu können. Eine Vollsperrung wird auch für das Auflegen der Längsträger – geplant für Anfang Juni – nötig sein. Auch wenn die Fahrbahnplatten und Kappen montiert werden, muss die A46 nochmals teilweise gesperrt werden. Die genauen Termine stehen noch nicht fest.

Die Brücke „Hammacher Straße“ wird nicht in herkömmlicher Bauweise, sondern komplett in Fertigteilbauweise errichtet wird. Alle Betonteile werden vorab im Werk gefertigt, zur Baustelle transportiert und anschließend vor Ort zusammengebaut. Ziel ist, so die Zeit der Sperrung der Hammacher Straße wesentlich zu verkürzen.

Die Stahlträger, auf denen später der Überbau errichtet wird, haben eine Länge von bis zu 40 Metern und wiegen je ca. 30 Tonnen. Die Fundamente und Widerlagerteile stellen die schwersten Betonfertigteile da. Hier muss ein Gewicht von bis zu 57 Tonnen pro Stück bewegt und exakt positioniert werden. Straßen.NRW investiert in das Pilotprojekt rund 4,5 Millionen Euro aus Bundesmitteln.

Hintergrund

Die Brücke "Hammacher Straße", die bei Hagen über die A46 führt, kann die heutigen Lasten nicht mehr aufnehmen. Der Abriss der alten Brücke und der Ersatzneubau als Baustein-Brücke werden jetzt durchgeführt.

Im Frühjahr 2016 hat das Landesverkehrsministerium zusammen mit Straßen.NRW einen Ideenwettbewerb für den Ersatzneubau Brücke Hammacher Straße ausgelobt. Gesucht waren Ansätze, die seit Jahren bewährte Fertigteilbauweise zu variieren und vor allem die Sperrzeiten für den Ersatzbau zu reduzieren. Jetzt geht das Straßen.NRW-Projekt auf die Zielgerade.

Da bei dem Pilotprojekt im Vorfeld alle Risiken – dazu zählen auch Wetterrisiken – möglichst vermieden werden sollen, haben die beteiligten Ingenieure entschieden, den Abriss und Aufbau der neuen Brücke auf das Frühjahr zu verschieben. Manche Arbeiten wie Abdichtung und Beschichtung der montierten Fertigbauteile müssen vor Ort erfolgen und setzen trockenes Wetter und bestimmte Mindesttemperaturen voraus.

Der entscheidende Vorteil der neuen Baustein-Bauweise liegt in der Reduzierung der Verkehrsbehinderung von normalerweise bis zu 220 Sperrtagen auf 100 Sperrtage.

Viele der rund 10.000 Brücken, die Straßen.NRW in Nordrhein-Westfalen betreut, sind in die Jahre gekommen: Ein großer Teil wurde in den 1960er bis 1970er Jahren gebaut. Das Alter, vor allem aber die extreme Belastung durch immer mehr und immer schwerere LKW machen ihnen stark zu schaffen. Viele müssen durch einen Neubau ersetzt werden. Bei der Planung setzen Ingenieure meist auf bewährte Konstruktionsmethoden, die aber einen Großteil der Arbeiten vor Ort erforderlich machen. Das führt zu starken Verkehrsbehinderungen bis hin zu kompletten Sperrungen. Straßen.NRW setzt darum neben klassischen Bauweisen auf die Erprobung neuer Ideen.

Pressekontakt: Markus Miglietti, Telefon 02381-912-330; Susanne Schlenga, Telefon 0209-3808-333

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