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Pressemitteilung vom 07.03.2018

67 Baustellen auf den Autobahnen im Rheinland / Rekord: 45 Prozent Nachtbaustellen

Köln (straßen.nrw). Mit 67 größeren Baustellen in den nächsten zwei Jahren müssen die Verkehrsteilnehmer auf den Autobahnen im Rheinland rechnen. Darüber informierte heute (7.3.) der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen in Köln Vertreter der Verwaltungen, der Wirtschaft und anderer Verkehrsträger. Ziel von Straßen.NRW ist es dabei, gemeinsam Lösungen zu finden, um die Autofahrer trotz der notwendigen Baustellen so gering wie möglich zu belasten.

"Wir haben einen Investitionshochlauf im Moment", betonte in diesem Zusammenhang der Straßen.NRW-Regionalleiter Thomas Oehler: "Im vergangenen Jahr hat Straßen.NRW 1,25 Milliarden Euro investiert, soviel wie noch nie. Und im laufenden Jahr peilen wir noch einmal 35 Millionen Euro mehr an." Das erhöht auch die Ansprüche an das Baustellenmanagement. "Für uns heißt das, dass wir frühzeitig mit den Betroffenen ins Gespräch kommen", so Oehler zum Ziel der jährlich stattfindenden Baustellenkonferenzen. "Aber wir lassen auch nicht nach, die Baustellen so zu organisieren, dass der Verkehr so gut wie möglich weiterfließen kann. Im Bereich der Baustellen, die ein paar Tage dauern, haben wir fast ein Drittel (100 von 352) im vergangenen Jahr an den verkehrsärmeren Wochenenden abgewickelt, die so genannten Tagesbaustellen von ein paar Stunden Dauer werden auf den stark belasteten Strecken mittlerweile zu 45 Prozent (eine erneute Steigerung von fünf Prozent) nachts abgewickelt, damit tagsüber der Verkehr wieder ungehindert fließen kann."

Wesentliche Baustellen der nächsten zwei Jahre im Rheinland:

  • A1: Die Arbeiten für das Zentralbauwerk im Autobahnkreuz Köln-Nord laufen noch bis Mitte 2019.
  • Bestimmend für das Baustellengeschehen rund um Köln ist für die nächsten Jahre jedoch die neue Rheinquerung (A1). Die ersten vorbereitenden Arbeiten dazu haben Ende 2017 begonnen und werden schrittweise erweitert.
  • Auf der A3 finden ab dem dritten Quartal 2018 umfangreiche Fahrbahnarbeiten und die
  • Errichtung telematischer Anlagen im Bereich zwischen dem Autobahnkreuz Ratingen-Ost und der Anschlussstelle Mettmann statt. In diesem Bereich ist eine so genannte temporäre Standstreifenfreigabe geplant.
  • Und ebenfalls im Verlauf der A3 finden ab Ende 2018 die ersten vorbereitenden Arbeiten für den Ersatzneubau des Zentralbauwerkes im Autobahnkreuz Hilden statt.
  • Die Arbeiten zur Fahrbahnsanierung der A3 im Bereich zwischen Opladen und dem AD Langenfeld werden im dritten Quartal 2018 beendet und verlagern sich dann nördlich in den Abschnitt zwischen Solingen und AK Hilden, diese Arbeiten dauern bis zum vierten Quartal 2020.
  • Zwischen dem Autobahndreieck Köln-Heumar und der Anschlussstelle Königsforst, auch auf der A3, erfolgt bis Mitte 2018 eine Deckensanierung in mehreren Bauabschnitten, die in voraussichtlich sechs verlängerten Wochenendarbeiten durchgeführt wird, zum Teil unter Vollsperrung.
  • Zwischen Lohmar und Bonn/Siegburg im Verlauf der A3 beginnen umfangreiche Arbeiten zur Grundsanierung dieses Abschnittes: insgesamt 13 Bauwerke, Oberbau, Entwässerung sowie Lärmschutz. Sie dauern bis zum dritten Quartal 2020.
  • Im Verlauf der A44 werden die Tunnel Schwarzbach (4. Quartal 2018 bis 1. Quartal 2019), Reichswaldallee und Flughafen (3. Quartal 2019 bis 2. Quartal 2021) sicherheitstechnisch aufgerüstet.
  • Auf der A46 laufen weitere Vorarbeiten für die großen Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen sowie Bauwerkserneuerungen von Haan-Ost bis Wuppertal-Varresbeck (ab dem vierten Quartal 2019) und im Bereich Wichlinghausen (Beginn ab Frühjahr 2018).
  • In der zweiten Jahreshälfte 2018 erfolgt auf der A57 im Bereich Moers/Krefeld an drei noch nicht terminierten verlängerten Wochenenden unter Sperrung der jeweils betroffenen Richtungsfahrbahn eine Deckensanierung.
  • Im Bereich der A57 zwischen Sonsbeck und Alpen beginnt im Frühjahr 2018 die Grundsanierung der Fahrbahn (bis zum dritten Quartal 2020).
  • Im Verlauf der A555 wird bei Bonn-Tannenbusch vom vierten Quartal 2018 bis zum dritten Quartal 2019 eine Lärmschutzwand gebaut.
  • Die umfangreiche Sanierung der A565 zwischen Bonn-Lengsdorf und Bonn-Endenich dauert noch an bis Ende des Jahres an, mit direkt anschließender Lärmsanierung in diesem Bereich.
  • Im Verlauf der A565 ist im zweiten Quartal 2019 der Beginn der Sanierungsarbeiten von der Anschlussstelle Bonn-Poppelsdorf bis zur Reuterstraße vorgesehen (Fahrbahn-, Entwässerungs-, Bauwerks- und Lärmsanierung). Das dauert voraussichtlich bis zum vierten Quartal 2020.
  • Die Instandsetzungs- und Verstärkungsarbeiten an der Rheinbrücke Bonn-Nord sollen Ende 2019 (A565) beginnen. Und für das vierte Quartal 2019 ist der Beginn des Ersatzneubaus "Bauwerk Villemombler Straße" (ebenfalls A565) geplant.

Fakten zu NRW

17,1 Prozent des Autobahnnetzes Deutschland liegen in Nordrhein-Westfalen. Die durchschnittliche Verkehrsbelastung liegt mit mehr als 61.000 Fahrzeugen täglich 22 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (50.000). In NRW wird 20 Prozent der gesamten Fahrleistung Deutschlands erbracht. Insgesamt 217 Planungsvorhaben mit einem Volumen von 16,7 Milliarden Euro sieht der Fernstraßenbedarfsplan für NRW vor.

Pressekontakt: Bernd A. Löchter, Telefon 0209-3808-333

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