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Pressemitteilung vom 28.02.2019

L821: Rodungsarbeiten für den ersten Neubauabschnitt in Bergkamen

Bergkamen/Bochum (straßen.nrw). Heute (Donnerstag, 28.2.) sollen die Rodungsarbeiten für die neue Ortsumgehung L821 in Bergkamen enden. Bäume und Gehölze auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern mussten hier weichen, um für die im Sommer beginnenden Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt Platz zu schaffen.

Arbeiten an Bäumen und Gehölzen müssen Ende Februar enden, um nicht in die dann beginnende Vegetationsperiode hineinzureichen. Und weil an den Gehölzen derzeit keine Blätter sind, kann ausgeschlossen werden, dass beispielsweise Vögel bereits ihre Nistplätze bezogen haben. Und auch das Vorkommen von Fledermäusen wurde im Vorfeld der Arbeiten überprüft.

Ausgleich für die Natur

Zum Ausgleich für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen durch die Straßenbaumaßnahme sind diverse Ausgleichsmaßnahmen in Streckennähe vorgesehen:

  • Anpflanzung einer Lindenreihe entlang des Radwegs an der L654
  • Anpflanzung wegbegleitender Obstbäume in Reihe entlang siedlungsnaher Fuß- und Radwege westlich der L821n
  • Aufforstung einer Fläche mit bodenständigen Laubgehölzen östlich der L821n
  • Entwicklung eines strukturreichen Kulturbiotopkomplexes mit Feuchtbiotop östlich der L821n
  • Anpflanzung einer schmalen Gehölzzone westlich der L821n
  • Ergänzende Pflanzung einer Lindenreihe entlang der L654 westlich des Kreisverkehrs
  • Dichte Gehölzanpflanzung westlich parallel zur L821n

Außerdem werden zur Einbindung der Straße in die Landschaft im Rahmen von Gestaltungsmaßnahmen entlang der L821n in Teilbereichen zusätzliche Gehölzpflanzungen angelegt.

Entlastung des Ortskerns

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr baut die circa 1,8 Kilometer lange L821n zwischen der L654 (Lünener Straße) im Süden und der K16 (Erich-Ollenhauer-Straße) im Norden als Ortsumgehung für Bergkamen Oberaden. Ziel der Planung ist die Entlastung der Ortsdurchfahrt Bergkamen-Oberaden (L821) von dem hohen Durchgangsverkehr und den damit verbundenen nachteiligen Auswirkungen für die Verkehrssicherheit und die städtebauliche Entwicklung. Das Projekt wurde Anfang 2018 in das Landesstraßenbauprogramm aufgenommen. Die Kosten belaufen sich auf circa 14,5 Millionen Euro.

Ablauf

Als erster Bauabschnitt ist der südliche Kreisverkehr (L654 (Lünener Straße)/L821n vorgesehen sowie ein erstes Teilstück der Neubautrasse; damit soll nach einer entsprechenden Ausschreibung und Vergabe im 3.Quartal 2019 begonnen werden. Der Kreisverkehr dient zur Erschließung der Trasse der L821n sowie der Entlastung der direkten Anlieger der L654.

Die Ausführung der Brücken Kuhbach und Heidegraben sollen nach derzeitiger Planung ab 2020 gebaut werden. Die technische Vorbereitung der Bauwerke benötigt eine entsprechende Vorlaufzeit. Ab diesem Zeitpunkt soll dann auch der Bau des nördlichen Kreisverkehrs (L821n/K16 (Erich-Ollenhauer-Straße)) und des Streckenbaus erfolgen. Das Ziel ist eine Verkehrsfreigabe bis Ende 2021.

Bedeutung der L821

Die L821 ist eine regionale Straßenverbindung im nordöstlichen Ruhrgebiet. Sie beginnt an der B1 in Unna-Massen und durchläuft den Kreis Unna in Nord-Süd-Richtung. Dabei tangiert sie die Stadtteile Dortmund-Wickede, Kamen-Methler und Bergkamen-Oberaden und endet an der L736 in Bergkamen-Heil.

Im Stadtgebiet von Bergkamen erfüllt die L821 mehrere wichtige Funktionen. Neben ihrer Funktion als Hauptverkehrs- und Durchfahrtsstraße für den örtlichen und regionalen Verkehr hat sie gleichzeitig eine Aufgabe als Wohn- und Einkaufsstraße im Zuge der Ortsdurchfahrt Bergkamen-Oberaden. Sie verbindet im östlichen Stadtgebiet die Ortsteile Oberaden und Niederaden. Darüber hinaus ist sie über die L654 (Lünener Straße) eine wichtige Zubringerstraße zu der A2-Anschlussstelle Kamen-Bergkamen.

Pressekontakt: Peter Beiske, Telefon 0234-9552-207; Bernd A. Löchter, Telefon 0209-3808-333

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