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Pressemitteilung vom 13.09.2019

B64n: "4zu1"-Ratsinformation und Bürgerveranstaltung am 10-Meter-Planungstisch

Herzebrock-Clarholz/Bielefeld (straßen.nrw). In Herzebrock-Clarholz stellte Straßen.NRW den aktuellen Stand zur Planung des Baus der neuen B64n-Ortsumfahrung vor. Im Mittelpunkt der Fragen und Anregungen stand unter anderem die Linienführung zwischen dem Kloster Clarholz und dem Hof Pavenstädt sowie die Lage der Querungen für die Landwirtschaft und Freizeitnutzungen.

Über 250 Bürgerinnen und Bürger sind Donnerstagabend (12.9.) in der Mensa der Gesamtschule zum Zumbusch zusammengekommen, um Informationen zur geplanten Ortsumfahrung Herzebrock-Clarholz aus erster Hand zu erhalten. Andreas Meyer, Leiter der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe, stellte zu Beginn das Gesamtprojekt „4zu1“ von Münster bis Rheda-Wiedenbrück vor, das den Neubau der B64-Ortsumgehungen Herzebrock-Clarholz, Warendorf und Beelen sowie den Ausbau der B51 von Münster nach Telgte beinhaltet. Dabei betont er, dass das Ziel der Veranstaltung insbesondere die Aufnahme von Fragen und Anliegen ist, die anschließend von Straßen NRW geprüft werden.

„Wir brauchen Ihre Anregungen und Hinweise um die bestehenden Handlungsspielräume nutzen zu können“, führte Andreas Meyer aus. Schon in der Eröffnung sicherte Straßen.NRW zu, dass für den Knotenpunkt vor Clarholz eine ortsfernere Variante südlich vom Hof Pavenstädt geprüft werde. Bürgermeister Marco Diethelm sowie die Ratsfrauen und Ratsherren hatten sich hierfür eingesetzt. Weitere Handlungsspielräume bestehen bei den Überführungen, Ersatzwegen und ökologischen Ausgleichsflächen.

Manuela Rose, Leiterin der Abteilung Planung der Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe, stellte im weiteren Verlauf der Veranstaltung die Planung im Detail vor. Aufgrund der Verkehrsbelastung und um ein sicheres Überholen zu ermöglichen, werde die Ortsumgehung 3-streifig geplant. Die Straße mit den seitlichen Banketten werde demnach 15,5 Meter breit. Zum Vergleich: Die jetzige B64 ist 14 Meter breit. Mithilfe eines Luftbilds wurde die Maßnahme von West nach Ost detailliert vorgestellt.

Im Anschluss wurden Fragen direkt an Andreas Meyer und Manuela Rose gestellt. Das Thema Lärmschutz steht bei vielen kritischen Fragen im Mittelpunkt. Vor allem vor Clarholz wünschen sich viele Anwohner aktiven Lärmschutz. Hierfür gibt es bereits Rückstellungen auf Seiten der Gemeinde. Viele Fragen drehten sich auch um die Notwendigkeit der Maßnahmen angesichts des Klimawandels. Derzeit ist ein aktuelles Verkehrsgutachten in Arbeit, das prüft, ob die Maßnahme auch nach heutigem Stand sinnvoll ist. Hierbei wird eine steigende Nutzung des ÖPNV eingerechnet. Deutlich wurde aber auch, dass ein Ausbau der einspurigen Bahn oder eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene auf dieser Strecke stark eingeschränkt ist.

Ein weiteres Anliegen der Bürger ist eine Querung im Bereich des Naherholungsgebiets von Herzebrock-Clarholz. Jetzt wird geprüft, ob Jogger, Spaziergänger oder Radfahrer eine Über- oder Unterführung bekommen können. Viele Landwirtinnen und Landwirte fragten außerdem nach dem Ersatzwegenetz und mögliche Ausgleichsflächen. Die B64n wird für den landwirtschaftlichen Verkehr nicht mehr zulässig sein und die benötigten Flächen stellen ein großes Problem für die Betroffenen dar. In einem zusätzlichen Workshop sollen deshalb Lösungen erarbeitet werden. Positiv wurde bewertet, dass durch den Flugplatz in Gütersloh Flächen dort entsiegelt werden können, so dass vergleichsweise wenige Ausgleichsflächen von der Landwirtschaft benötigt werden.

Nach den Informationen ging es im zweiten Teil an Thementischen um Details. Wichtige Anregungen zur technischen Planung, zu ÖPNV, Rad- und Fußwegen, Natur-, Landschafts- und Denkmalschutz sowie Schallemissionen und Wasser wurden aufgenommen und werden jetzt dokumentiert und geprüft.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage www.4zu1.nrw.de. Dort werden auch zeitnah die Präsentation, die Pläne und das Protokoll der Bürgerveranstaltungen in Herzebrock-Clarholz eingestellt.

Pressekontakt: Sven Johanning, Telefon 0521-1082-130

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