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Pressemitteilung vom 16.06.2018

A540: Verdacht auf Bombenblindgänger

Pressemitteilung der Stadt Grevenbroich

Grevenbroich. Erneut wurde in Grevenbroich zwei Verdachtspunkte auf Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ausgemacht. Diese liegen unter der A540 knapp östlich der Bahnlinie zwischen Laach und Gustorf.

Ab Montag (18.6.) werden die Verdachtspunkte sondiert. Dafür muss die Fahrbahn an den beiden Verdachtspunkten geöffnet werden. Die Sondierung wird aufgrund der besonderen Bodenverhältnisse voraussichtlich bis Ende der 25. KW andauern. Erst dann wird feststehen, ob überhaupt ein Blindgänger dort liegt.

Zu diesem Zweck muss die A540 ab Montag (18.6.) um 9 Uhr im Abschnitt zwischen AS Gustorf und AS Frimmersdorf voll gesperrt werden. Sollte sich der Verdacht auf Bombenblindgänger nicht bestätigen, ist mit einer Freigabe dieses Abschnittes für den Verkehr nach Wiederherstellung der Fahrbahn ab Donnerstag (28.6.) zu rechnen. Unabhängig davon bleiben die durch die Baustelle von Straßen.NRW bedingten Sperrungen weiterbestehen.

Sollte sich der Verdacht auf Blindgänger hingegen bestätigen, müssen die Fundstellen in einem aufgrund von Lage und Bodenverhältnissen sehr aufwendigen Verfahren freigelegt und bei konkretem Befund entschärft werden. Dies würde etwa eine weitere Woche nach Abschluss der Sondierungen in Anspruch nehmen. Im Anschluss müsste die Autobahn – ebenfalls sehr aufwendig – wieder für den Verkehr hergerichtet werden. Mit einer Freigabe wären in diesem Fall frühestens zum Ende der ersten Juliwoche zu rechnen.

Alle diese Angaben können erst im Verlauf der Maßnahme konkretisiert werden und hängen von vielen, aktuell nicht genauer zu bestimmenden Faktoren ab. Die Stadt wird den Verfahrensstand in regelmäßigen Medienmitteilungen weiter fortschreiben.

Umleitungsstrecken ausgeschildert

Die Verwaltung bittet die Verkehrsteilnehmer und die betroffenen Anlieger für die mit der Sperrung verbundenen Belastungen bereits jetzt um Verständnis. Von Norden über die U 3 (Umleitung 3) zur Anschlussstelle Frimmersdorf wird der Verkehr mit Ziel Innenstadt und Hydro geführt. Aus der Innenstadt heraus erhält der Verkehr an der Anschlussstelle Frimmersdorf in Richtung Norden (Jüchen und BAB 46) über die U 1 zur Anschlussstelle Gustorf eine Wegweisung.

Der Verkehr aus Süden wird auf der B 59 hinter Rommerskirchen weiträumig über die U 2 an Grevenbroich vorbei zur Anschlussstelle Gustorf geführt. Darüber hinaus wird an den Kreuzungen Aluminiumstraße/Lindenstraße /Zeppelinstraße und L 361/K 10 der Pkw-Verkehr mit Ziel B 59 Jüchen durch eine Umleitungsbeschilderung über die K 10 in Richtung BAB 46 geleitet.

Wenig Evakuierungen

Die Verdachtspunkte liegen diesmal an der Peripherie der Ortslagen, sodass bei einer eventuellen Entschärfung aller Voraussicht nach nur sehr wenige Menschen evakuiert werden müssten.

Sollte es zu einer Entschärfung kommen und sich der Termin genauer eingrenzen lassen, wird die Verwaltung die betroffenen Anlieger umgehend und umfassend informieren.

Für eine eventuelle Bombenentschärfung werden insgesamt zwei Sicherheitsradien festgelegt. Im Ersten müssen Gebäude evakuiert werden, im Zweiten gilt luftschutzmäßiges Verhalten. Eine Evakuierung bedeutet, dass Gebäude und Gefahrenbereich für die Zeit der Entschärfung verlassen werden müssen. Luftschutzmäßiges Verhalten bedeutet, dass man sich während der Entschärfung zwar im Gebäude aufhalten darf, aber in Räumen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen. Außerdem sollte man sich nicht in der Nähe von Fenstern aufhalten. Je nachdem, wie groß die Sprengkraft ist, werden die Sicherheitsradien festgelegt.

Die Stadtverwaltung wird in den nächsten Tagen weiterhin und aktuell über das Thema informieren.

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