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Pressemitteilung vom 25.05.2018

A30: Millimeterarbeit mit tonnenschweren Bauteilen an der „kleinen“ Werrebrücke zwischen Kirchlengern und Löhne

Kirchlengern/Hamm (straßen.nrw). Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm setzt zurzeit den Autobahnabschnitt der A30 zwischen den Anschlussstellen Kirchlengern und Löhne auf einer Strecke von zirka zwei Kilometer instand.

In dem Streckenabschnitt liegen drei Brücken mit einer Gesamtlänge von fast 500 Metern.

Vor Beginn der Baumaßnahme wurden alle Brücken auf ihre Zukunftsfähigkeit geprüft. Die Nachrechnung hat ergeben, dass die „kleine“ Werrebrücke den Belastungen aus dem heutigen und zukünftigen Verkehr nicht mehr dauerhaft standhalten kann und die wirtschaftlichste Lösung ein sofortiger Ersatzneubau ist.

Daher wurde die Brückenhälfte in Fahrtrichtung Amsterdam 2017 abgerissen und an dieser Stelle wird bereits die erste Hälfte des neuen Brückenbauwerks realisiert.

Bis jetzt sind 1.800 Tonnen Beton und 120 Tonnen Stahl verbaut worden, um die Widerlager und Pfeiler der neuen Brücke zu errichten. Die Beton- und Erdbauarbeiten für den unteren Teil der Brücke sind so gut wie abgeschlossen. Parallel zu diesen Arbeiten vor Ort wurden die neuen Brückenlängsträger aus Stahl im Werk gefertigt.

Der Brückenteil in Fahrtrichtung Amsterdam erhält zwei Längsträger, die aus jeweils drei Stahlteilen vor Ort zusammengesetzt werden. Die ersten vier Teile lagern bereits gut sichtbar in leuchtendem Blau im Baubereich der A30.

Die Montage der Träger soll ab Montagnachmittag (28.5.) erfolgen und voraussichtlich am Mittwoch (30.5.) abgeschlossen sein. Die bis zu 42 Meter langen und 82 Tonnen schweren Teile werden mit zwei großen Autokränen an ihren Bestimmungsort gelegt. Die temperatur- und witterungsabhängigen Arbeiten fordern absolute Genauigkeit von allen Beteiligten, da die mittleren Teile mit einem Abstand von wenigen Millimetern zwischen die Endteile eingepasst werden müssen, außerdem wird der Verkehr, der zurzeit vollständig auf der Fahrrichtung Bad Oeynhausen liegt, während der Montagearbeiten weiter fließen. Insgesamt werden an den drei Tagen Stahlteile mit einem Gewicht von zirka 500 Tonnen verlegt.

Nach dem Auflegen werden die Teile vor Ort verschweißt und die Träger mit einer Platte aus Beton ergänzt, auf der sich die spätere Fahrbahn befinden wird. Bis zur Fertigstellung des neuen Brückenteils werden nochmal knapp 2.000 Tonnen Beton, 190 Tonnen Stahl sowie 250 Tonnen Asphalt auf der Brücke verbaut.

Geplant ist, dass der neue Brückenteil im November 2018 den Verkehr auf der A30 aufnimmt und dann mit dem Abbruch der restlichen alten Brücke und Neubau des zweiten Teils der neuen Brücke begonnen werden kann.

Sorgen um die Tragfähigkeit der alten Brücke muss sich bis zum Abriss aber niemand machen, sie steht unter besonderer Beobachtung und wird in den nächsten Wochen nochmal geprüft.

Die beiden anderen Brücken, eine über die DB und die „grosse“ Werrebrücke, erhalten im Zuge der Maßnahme eine Instandsetzung und Verstärkung, sodass sie die gesteigerten Anforderungen an ihre Tragfähigkeit wieder erfüllen können.

Die Arbeiten an der „grossen“ Werrebrücke sind in Fahrtrichtung Amsterdam beinahe abgeschlossen, sodass hier in den nächsten Monaten hauptsächlich Arbeiten im Bereich Straßenbau und zur Herstellung der neuen Lärmschutzwand erfolgen werden.

Insgesamt investiert Straßen NRW zirka 20 Millionen Euro aus Bundesmitteln in den betroffenen Abschnitt der A30. Die Arbeiten für beide Richtungen werden voraussichtlich noch bis Mitte 2020 dauern.

Pressekontakt: Markus Miglietti, Telefon 02381-912330

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