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Pressemitteilung vom 16.05.2018

A30: Asphaltarbeiten zwischen Bad Oeynhausen und Löhne

Bad Oeynhausen/Bielefeld (straßen.nrw). Die Straßen.NRW-Niederlassung Ostwestfalen-Lippe beginnt am Donnerstag (17.5.) mit Asphaltierungsarbeiten auf der A30 (Nordumgehung) zwischen Bad Oeynhausen und Löhne. Auf Bad Oeynhausener Stadtgebiet erhält die A30 einen besonders lärmmindernden Asphalt, den sogenannten offenporigen Asphalt, kurz OPA. Vor dem Einbau des OPA muss jedoch zunächst die Gussasphaltschicht abgefräst werden.

Hintergrund

Herkömmliche Asphaltfahrbahnen bestehen in der Regel aus drei Schichten. Von unten nach oben sind das die Tragschicht, die Binderschicht und die Asphaltdeckschicht. Der OPA-Aufbau besteht aus vier Schichten. Wie der Name schon sagt ist der Asphalt in der obersten Asphaltdeckschicht offenporig. Das heißt, er lässt Wasser durch. Dringt allerdings Wasser in die Binderschicht ein, würde sie bei Frost beschädigt. Um das zu verhindern liegt in der Regel zwischen der Deckschicht und der Binderschicht beim OPA eine wasserdichte Gussasphaltschicht.

Warum muss abgefräst werden?

Die unter dem Gussasphalt liegende Binderschicht hat Hohlräume, in die mit der Zeit Wasser eingedrungen ist. Nach unten kann das Wasser nicht weg, weil die untere Tragschicht dicht ist. Unter der zwei Zentimeter dicken Gussasphaltschicht kommt es bei warmen Wetter zu hohen Temperaturen, welche das Wasser in der Binderschicht zum Verdampfen bringt, was wiederum in der Gussasphaltschicht zu Blasen führt. Dies führt zu Schäden an der Fahrbahn. Die Blasenbildung wurde vereinzelt schon im vergangenen Jahr beobachtet. Diese einzelnen Schadstellen hätten punktuell saniert werden können. In den vergangenen Wochen nahm die Blasenbildung jedoch so zu, dass nur eine komplette Erneuerung der Dichtungsschicht technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Zunahme der Blasenbildung ist auf die starken und langanhaltenden Regenfälle Anfang des Jahres und die hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Wochen zurückzuführen. Die Straßen.NRW-Niederlassung Ostwestfalen-Lippe behält sich Gewährleistungsansprüche an die damals ausführende Firma vor.

Die Abdichtung des OPAs zur Binderschicht wird nicht wieder mit Gussasphalt hergestellt, sondern mit einem alternativen Verfahren: SAMI (Stress Absorbing Membrane Interlayer), eine spannungsabsorbierende Zwischenschicht, die – ebenso wie eine Gussasphaltschicht – das Eindringen von Oberflächenwasser in die Binderschicht verhindern soll. Die SAMI-Schicht ist jedoch von der Konsistenz wesentlich flexibler als der starre Gussasphalt, wodurch es nicht zu Schäden wie beim Gussasphalt kommen kann.

Beim Aufbringen dieser Schicht muss es trocken sein. Insofern ist der Fortlauf der Arbeiten stark witterungsabhängig. Bei länger anhaltender guter Wetterlage dauern die Arbeiten etwa drei Wochen. Danach wird dann der OPA aufgetragen.

Pressekontakt: Sven Johanning, Telefon 0521-1082-130

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