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Pressemitteilung vom 03.05.2018

A46: Nach Sanierung soll die Fleher Brücke wieder für Jahrzehnte halten - Sofortmaßnahmen und nachhaltige Lösung werden vorbereitet

Düsseldorf/Krefeld (straßen.nrw). Die Fleher Brücke der A46 wird umfassend saniert. Nach Einschätzung von Straßen.NRW wird die Sanierung voraussichtlich zwei Jahre dauern. Anschließend soll die Brücke wieder vollständig auf allen sechs Fahrspuren dem Verkehr gewachsen sein. Bis dahin müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf der A46-Rheinbrücke Flehe in Düsseldorf mit vier Fahstreifen begnügen.

Im Schutz der aktuell eingerichteten Verkehrsführung mit zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung, wobei jeweils der rechte Fahrstreifen und die Standspur gesperrt sind, werden die größeren Schäden an den Stahlstreben kurzfristig durch Nachschweißen beseitigt. Für die endgültige Wiederherstellung der Tragkraft der Brücke werden im zweiten Schritt die kompletten 80 Schrägstreben ausgetauscht. Dafür läuft derzeit die Detailplanung, um die notwendige europaweite Ausschreibung der Arbeiten vorzubereiten.

Die Arbeiten zur Erneuerung der Stahlstreben werden voraussichtlich im Frühjahr 2019 beginnen. Bis dahin muss die heutige eingeschränkte Verkehrsführung mit zwei Fahrstreifen je Richtung beibehalten werden. In der Phase des Austauschs der Streben bleibt es bei zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung, allerdings in einer sogenannten 3+1 Verkehrsführung. Dabei wird nur ein Fahrsteifen auf der Brückenseite befahrbar sein, auf der aktuell gearbeitet wird, drei Fahrstreifen liegen auf der anderen Brückenseite. Der Austausch der Streben wird voraussichtlich bis Mitte 2020 dauern. Nach Abschluss des Sanierungskonzepts soll die Tragfähigkeit des Bauwerks wieder hergestellt und die Brücke für den Verkehr uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Die "Lebenserwartung" der Brücke ist nach den Berechnungen der Statiker dann wieder für mehrere Jahrzehnte gesichert.

Hintergrund

Wegen Schäden, die im Rahmen der regelmäßigen Kontrollen durch Straßen.NRW festgestellt wurden, war auf der Fleher Brücke Anfang April in jeder Richtung der rechte Fahrstreifen und der Standstreifen gesperrt worden. Die Brücke musste entlastet werden, weil sich in den Schrägstreben, die links und rechts die überstehende Fahrbahnplatte ("Kragarme") abstützen, Risse gebildet hatten. Damit sich die Schäden nicht ausweiten, ist eine Entlastung der Schrägstreben notwendig. Je Richtung bleiben zwei Fahrstreifen offen, der LKW-Verkehr kann ebenfalls ungehindert über die Brücke fahren.

Täglich passieren die Brücke rund 85.000 Fahrzeuge, davon 12.000 Lkw. Um Maßnahmen gegen die Verlagerung des Verkehrs ins untergeordnete Straßennetz abzustimmen, werden derzeit Gespräche mit den betroffenen Städten und Kreisen, der Bezirksregierung als Verkehrsbehörde und den Polizeidienststellen geführt.

Die Rheinbrücke Flehe ist zwischen 1976 und 1979 entstanden. Sie wurde für die damals höchste Brückenklasse ("BK60") entworfen. Die Baukosten betrugen 94 Millionen Mark. Die Schrägseilbrücke ist insgesamt 1.165 Meter lang (davon die aus Stahl bestehende Strombrücke: 368 Meter). Der Pylon besteht aus Stahlbeton und ragt 145 Meter in die Höhe.

Pressekontakt: Bernd A. Löchter, Telefon 0209-3808-333; Norbert Cleve, Telefon 02151-819137

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