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Pressemitteilung vom 17.10.2018

L776: Feierlicher Spatenstich für die Ortsumgehung Bad Fredeburg

Bad Fredeburg/Schmallenberg (straßen.nrw). Bad Fredeburg ist mit historischem Ortskern und dem Status als Kurort ein beliebtes touristisches Ziel. Die Attraktivität des schmucken Städtchens soll nun noch weiter gesteigert werden, wenn mit dem Bau einer Ortsumgehung die Verkehrsbelastung im Ortskern sinkt. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek haben am Mittwoch, 17. Oktober, den feierlichen 1. Spatenstich für den Bau der L776n vorgenommen.

Die L776 verbindet das Ruhr- und das Möhnetal sowie das Hochsauerland mit dem Raum Lippstadt und Paderborn. Auf der Nord-Süd-Achse fließt ein hoher Anteil an überregionalem Verkehr derzeit über enge Serpentinen und durch den Ortskern des Schmallenberger Stadtteils Bad Fredeburg. Mit dem Bau einer Umgehungsstraße soll dieser Verkehr an Bad Fredeburg vorbei geleitet werden. "Unser Ziel ist, den Kurort vom Verkehr zu entlasten und die Aufenthaltsqualität dort zu steigern. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet der Straßenneubau mehr Lebensqualität. Zudem gewinnt Bad Fredeburg touristische Entwicklungsmöglichkeiten hinzu", sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst beim feierlichen 1. Spatenstich.

Wirtschaftsraum stärken

Nicht nur Anwohner und Gäste in Bad Fredeburg profitieren vom Bau der L776n. Auch der Wirtschaftsraum Hochsauerland soll mit der Maßnahme gestärkt werden. Der überregionale Verkehr kann sicher und zügig am Ortskern vorbei geführt werden. Die westlich und östlich von Bad Fredeburg an der B511 angesiedelten Unternehmen erhalten zudem eine direkte Verbindung in Richtung Norden. Somit trägt der Bau der Ortsumgehung auch zur Strukturverbesserung des Hochsauerlandes bei.

17,5 Millionen Euro investiert das Land Nordrhein-Westfalen in den Bau der 2,51 Kilometer langen Ortsumgehung. Fünf Brücken und Überführungen müssen gebaut werden sowie eine knapp 300 Meter lange und bis zu 17 Meter hohe Hangsicherung. Die neue Straße wird eine Fahrbahnbreite von acht Metern haben. Bislang muss der Verkehr mit 5,50 bis 6 Metern Breite auskommen, was vor allem beim Begegnungsverkehr mit LKW zu Problemen führt. Auf einer Länge von 1,35 Kilometern wird die L776n mit einem Zusatzfahrstreifen in nördlicher Richtung ausgestattet, um dort sicheres Überholen zu ermöglichen.

Fledermäuse im Blick

Der Neubau einer Straße stellt immer auch einen Eingriff in die Natur dar. Dieser muss entsprechend ausgeglichen werden. Als Kompensationsmaßnahme für den Bau der L776n wird zum Beispiel intensiv genutztes Grünland in naturnahe Flächen umgestaltet oder Waldflächen werden durch den Umbau von Fichten- in Laubwald ökologisch aufgewertet. Bei der Planung der Umgehungsstraße wurden zudem neun unterschiedliche Fledermausarten gefunden, die ihren Lebensraum im Planungsgebiet haben. "Hier sind wir besonders gefordert, diesen zum Teil streng geschützten Tieren neue Quartiere anzubieten", hob Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek die Bedeutung des Natur- und Umweltschutzes im Rahmen von Straßenbauprojekten hervor. "Um den Lebensraum für die Fledermäuse zudem sicher und nachhaltig zu gestalten, werden zum Beispiel Überflughilfen geschaffen und spezielle Trinkgewässer für diese Tiere angelegt. "

Pressekontakt: Oscar Santos, Telefon 0291-298-141; Susanne Schlenga, Telefon 0209-3808-333

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