Pressemeldungen: 2018 | 2017 | 2016

Pressemitteilung vom 19.05.2016

Straßen.NRW-Baustellenkonferenz: 60 Baustellen im Rheinland in den nächsten zwei Jahren

Köln (straßen.nrw). Auf etwa 60 größere Baustellen im rheinischen Autobahnnetz müssen sich die Autofahrer in den nächsten zwei Jahren einstellen. Das kündigte heute (19.5.) der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen auf seiner turnusgemäßen Baustellenkonferenz vor Vertretern der Verwaltungen, der Wirtschaft und anderer Verkehrsträger in Köln an. Rund 15 Baustellen finden dabei immer gleichzeitig im Straßennetz statt. "Die Kunst wird es sein, die Baustellen so abzuwickeln, dass die Verkehrsteilnehmer immer genügend verkehrliche Alternativen haben", betonte Elfriede Sauerwein-Braksiek, die Direktorin von Straßen.NRW.

"Das Planen und Koordinieren der Baustellen in unserem engen Autobahnnetz wird immer komplexer", führte Sauerwein-Braksiek weiter aus. "Deswegen intensivieren wir den Dialog mit den Betroffenen und versuchen, so früh wie möglich über unsere Vorhaben zu informieren." Durch die frühe Beteiligung wolle man sich transparent zeigen und größere Akzeptanz für die Baustellen erzielen. "Wir befinden uns in einem Jahrzehnt der Baustellen, in den kommenden Jahren werden wir so viel Geld wie noch nie auf unseren Straßen verbauen", erläuterte die Straßen.NRW-Chefin.

Verkehrszentrale

Für einen optimalen Verkehrsfluss trotz vieler Baustellen sorgt dabei die Straßen.NRW-Verkehrszentrale in Leverkusen. "Wir können aktuell feststellen, wo sich der Verkehr staut, und wir wissen aufgrund der regelmäßig erhobenen Verkehrszahlen, wo es wann eng wird", erläutert Dr. Jan Lohoff der Vorzüge seiner Institution: "Wir können dann kurzfristig reagieren, in dem wir mit Hilfe unserer elektronischen Anzeigen an den Autobahnen auf Staus hinweisen und versuchen, die Autofahrer um die Hindernisse herumzuleiten, zum Beispiel über parallel verlaufende Strecken." Dieses Wissen der Verkehrsexperten fließt aber auch schon weit im Vorfeld in die Planung der Baustellen ein.

Wesentliche Baustellen

Größte Herausforderung sind die Ballungszentren rund um Düsseldorf und Köln, aber auch im Bonner Raum werden die Baumaßnahmen in den nächsten Jahren zunehmen.

Rund um Köln dreht sich derzeit alles um den für nächstes Jahr angepeilten Baubeginn der neuen Rheinbrücke im Verlauf der A1. Deswegen sollen viele Strecken in der Region fit gemacht werden, um die Umleitungsverkehre aufnehmen zu können. Dazu gehört beispielsweise die laufende Sanierung der A542 zwischen Monheim und Langenfeld, die noch bis nächstes Jahr dauern wird. Dazu gehört aber auch der Ausbau der A3 auf acht Fahrspuren, der zumindest im Bereich von Leverkusen bis Köln-Mülheim Mitte 2017 abgeschlossen werden soll. Zudem sollen wesentlichen "Module" bei den Umbauten im Autobahnkreuz Köln-West (A1/A4) noch bis Ende kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Noch bis 2018 dauern bei Düsseldorf die Arbeiten an der sicherheitstechnischen Ausstattung des A44-Flughafentunnels und des A44-Tunnels Reichswaldallee. Die Sanierung der A3 zwischen Mettmann und Hilden soll hingegen nur noch bis Ende des laufenden Jahres dauern.

Noch in diesem Jahr beginnen die Sanierungsarbeiten an der A565 bei Bonn-Poppelsdorf. Sie werden bis Ende 2017 dauern. Im gleichen Zeitraum soll die A555 zwischen Wesseling und Bonn-Nord saniert werden. Der Umbau der Autobahnkreuzes Bonn-Ost (A59) läuft bereits und soll im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Die weitere, mehrjährige Instandsetzung der Bonner Nordrücke (A565) ist ab 2018 geplant.

Noch bis Ende nächsten Jahres müssen die Autofahrer auf der A42 mit den Sanierungsarbeiten zwischen Duisburg-Beeck und dem Autobahnkreuz Duisburg-Nord leben. Und auch auf der maroden Rheinbrücke Neuenkamp im Verlauf der A40 bei Duisburg kann es immer mal wieder zu Eingriffen kommen, wenn bei der laufenden Beobachtung der Brücke weitere Rissen festgestellt werden sollten.

Interessierte und Betroffen können die Baustellenplanung von Straßen.NRW für die nächsten zwei Jahre im Internet verfolgen: http://www.strassen.nrw.de/projekte/baustellenplanung.html (siehe "Mehr zum Thema"). Mindestens zwei Mal im Jahr werden die Karten und Listen auf den aktuellen Stand gebracht, können aber dennoch, je weiter sie in die Zukunft blicken, nur einen groben Anhalt bieten für die tatsächlichen Bauzeiten.

Pressekontakt: Bernd A. Löchter, Telefon 0209-3808-333

Zurück