Coronavirus: Auswirkungen bei Straßen.NRW

Das neuartige Coranavirus und die Krankheit Covid-19 haben Deutschland erreicht – mit teils weitreichenden Folgen für das öffentliche Leben und die Wirtschaft. Auf dieser Seite erfahren Sie alles über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Arbeit von Straßen.NRW.

12.05.2020

Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen steigt wieder an

Das Verkehrsaufkommen auf den NRW-Autobahnen steigt langsam aber stetig wieder an. Zählungen der Straßen.NRW-Verkehrszentrale haben ergeben, dass in der vergangenen Woche nur noch knapp 30 Prozent weniger PKW und LKW als in Vor-Corona-Zeiten unterwegs waren. Kurz nach Einführung der Kontaktsperre waren es mehr als 70 Prozent weniger.

Die Grafik ähnelt einer Wäscheleine, an der viele bunte Tücher hängen. Zu Beginn der Kontaktsperre hängt die Leine stark durch – das Verkehrsaufkommen in der ersten Woche der Einschränkungen sank stetig und mündete in einem Wochenende mit bis zu 70 Prozent weniger Verkehr als in normalen Zeiten. Am letzten März-Wochenende ließen dann noch mehr Menschen ihr Auto stehen. Die Straßen.NRW-Verkehrszentrale maß auf ausgewählten Strecken bis zu 80 Prozent weniger Verkehr.

Seitdem steigt die Verkehrsbelastung langsam aber stetig wieder an. Und das auf allen ausgewählten Strecken in vergleichbarem Maß. Ob es die A3 bei Leverkusen, die A40 bei Duisburg oder die A45 bei Lüdenscheid ist: In der vergangenen Woche fehlten nur noch knapp 30 Prozent der Fahrzeuge, um wieder auf einem Vor-Corona-Niveau anzukommen.

Dabei lässt sich nur ein Trend beschreiben, weil durch die unterschiedliche Lage der Feiertage einzelne Tage nicht miteinander vergleichbar sind.

Hintergrund

Die Verkehrsbelastung auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen wird regelmäßig gemessen. Induktionsschleifen in der Fahrbahn, so genannte "Automatische Dauerzählstellen", liefern dazu wichtige Daten. Um eine Vergleichbarkeit dieser Daten zu gewährleisten, müssen die gesammelten Zählungen aufbereitet werden. Dadurch veröffentlicht Straßen.NRW die Monats- und Jahresberichte zeitverzögert.

In NRW gibt es derzeit

  • 169 Dauerzählstellen an Bundesautobahnen, davon 7 an Grenzübergängen
  • 113 Dauerzählstellen an Bundesstraßen, davon 8 an Grenzübergängen
  • 58 Dauerzählstellen an Landesstraßen, davon 5 an Grenzübergängen
  • 2 Dauerzählstellen an Kreisstraßen.

14.04.2020

Ostertage: Rund 70 Prozent weniger Verkehr auf den Autobahnen

Leere Straßen, kaum Verkehr: Diese Entwicklung der vergangenen Tage und Wochen hat sich auch über das zurückliegende Osterwochenende fortgesetzt. Laut einer Analyse der Straßen.NRW-Verkehrszentrale ist der Verkehr auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen über die Ostertage im Vergleich zum Vorjahr um rund 70 Prozent geringer ausgefallen.

"Damit zeigt sich auch, dass dieser Wert über die Wochenenden seit der so genannten Kontaktsperre relativ konstant geblieben ist", so Dr. Jan Lohoff aus der Straßen.NRW-Verkehrszentrale. Am letzten März-Wochenende hatte die Straßen.NRW-Verkehrszentralle bis zu 80 Prozent weniger Verkehr auf den Autobahnen gemessen.

Hintergrund:

Die Verkehrsbelastung auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen wird regelmäßig gemessen. Induktionsschleifen in der Fahrbahn, so genannte "Automatische Dauerzählstellen", liefern dazu wichtige Daten. Um eine Vergleichbarkeit dieser Daten zu gewährleisten, müssen die gesammelten Zählungen aufbereitet werden. Dadurch veröffentlicht Straßen.NRW die Monats- und Jahresberichte zeitverzögert.

In NRW gibt es derzeit

  • 169 Dauerzählstellen an Bundesautobahnen, davon 7 an Grenzübergängen
  • 113 Dauerzählstellen an Bundesstraßen, davon 8 an Grenzübergängen
  • 58 Dauerzählstellen an Landesstraßen, davon 5 an Grenzübergängen
  • 2 Dauerzählstellen an Kreisstraßen.

Hinweis für die Redaktionen: Wegen des sehr komplexen Verfahrens, die Daten der Zählstellen aufzubereiten, können wir leider keine konkreten Zahlen für einzelne Strecken zur Verfügung stellen.

07.04.2020

Am letzten März-Wochenende bis zu 80 Prozent weniger Verkehr auf den Autobahnen

In der Nacht von Sonntag auf Montag hatten die Anwohner der A40 in Duisburg Ende März eine ungewohnt ruhige Nacht: Auf der Stadtautobahn rollten vom 29. auf den 30. März 80 Prozent weniger Fahrzeuge als am vergleichbaren Wochenende 2019. Im NRW-Durchschnitt sank die Verkehrsbelastung um drei Viertel. So das Ergebnis einer Auswertung von fünf beispielhaften Strecken der Straßen.NRW-Verkehrszentrale.

Am Freitag vor der Corona-Kontaktsperre lag die Verkehrsbelastung an den ausgewählten Zählstellen auf den Autobahnen A1, A2, A3, A40 und A45 mit minus zwei bis minus 18 Prozent nur knapp unter dem Normalniveau. Bereits am ersten Montag (16.3.) mit Kontaktsperre war die durchschnittliche Verkehrsbelastung mit 82 Prozent des Vorjahresniveaus spürbar niedriger als gewohnt. Die erste Woche mit geschlossenen Schulen, verwaisten Innenstädten und Arbeitnehmern im Home-Office brachte dann einen zusätzlichen Abwärtstrend, der im ersten „Corona-Wochenende“ mit durchschnittlich 70 Prozent weniger Verkehr in der Nacht von Sonntag auf Montag mündete.

Mehr Unterhaltungsarbeiten tagsüber

Woche zwei der Kontaktsperre zeigt dann von Montag bis Freitag einen um die Hälfte reduzierten Verkehr auf den NRW-Autobahnen, entsprechend entspannt war auch die Staulage. Während die freie Bahn die verbliebenen Auto- und LKW-Fahrer freut, können die Straßen.NRW-Autobahnmeistereien die geringe Verkehrsbelastung nutzen, um tagsüber Unterhaltungsarbeiten zu erledigen, die in vielen Fällen sonst nur nachts erledigt werden können. Wegen der dann im Normalfall geringeren Verkehrsbelastung führte Straßen.NRW 2019 immerhin mehr als 50 Prozent dieser Arbeiten in der Nacht durch. „Auch das Überqueren der Autobahn, wenn wir zum Beispiel am Mittelstreifen einen verlorenen Gegenstand einsammeln müssen, geht derzeit einfacher“, sagt Michel von Scherenberg, als Master-Leiter für die Straßen.NRW-Autobahnmeistereien Duisburg und Gelsenkirchen zuständig. Allerdings, so schränkt er ein, „ungefährlicher ist es dadurch nicht geworden.“ Die freie Bahn führe dazu, dass die Verkehrsteilnehmer weitaus schneller unterwegs seien. Jens Kaminski, Betriebsdienstleiter der Straßen.NRW-Autobahnmeisterei Lüdenscheid mahnt auch jetzt Rücksichtnahme an: „Die Arbeit auf der Autobahn ist immer gefährlich“, sagt er. „Ob die LKW-Perlenketten für uns eine erhebliche Gefahr bei Arbeiten auf Standspur darstelle oder die höheren Geschwindigkeiten, die jetzt teilweise gefahren werden – unsere Mitarbeiter müssen aufmerksam bleiben. Und Verkehrsteilnehmer sollten das auch sein.“

Blick auf das Osterwochenende

Den bislang absoluten Tiefpunkt der Verkehrsbelastung hat das letzte März-Wochenende gebracht. Auf der A40 reduzierte sich der Verkehr in Fahrtrichtung Westen um 80 Prozent. Und auch an den übrigen vier Zählstellen im Land, die die Straßen.NRW-Verkehrszentrale beispielhaft ausgewertet hat, wurde kaum mehr Verkehr gemessen. Gespannt blicken die Straßen.NRW-Experten nun auf das Osterwochenende und den Gründonnerstag, der im Normalfall im oberen Drittel der staureichsten Tage des Jahres landet. Üblicherweise werden an diesem Tag keine Tagesbaustellen auf den Reisestrecken eingerichtet, eine Vorsorgemaßnahme, die in diesem Jahr angesichts des drastischen Verkehrsrückgangs entfällt. Reise- und Ausflugsverkehr findet an diesem langen Osterwochenende nicht statt – es dürfte also wieder ruhig werden an den Autobahnen.

Hintergrund:

Die Verkehrsbelastung auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen wird regelmäßig gemessen. Induktionsschleifen in der Fahrbahn, so genannte "Automatische Dauerzählstellen", liefern dazu wichtige Daten. Um eine Vergleichbarkeit dieser Daten zu gewährleisten, müssen die gesammelten Zählungen aufbereitet werden. Dadurch veröffentlicht Straßen.NRW die Monats- und Jahresberichte zeitverzögert.

In NRW gibt es derzeit

  • 169 Dauerzählstellen an Bundesautobahnen, davon 7 an Grenzübergängen
  • 113 Dauerzählstellen an Bundesstraßen, davon 8 an Grenzübergängen
  • 58 Dauerzählstellen an Landesstraßen, davon 5 an Grenzübergängen
  • 2 Dauerzählstellen an Kreisstraßen.

Hinweis für die Redaktionen: Wegen des sehr komplexen Verfahrens, die Daten der Zählstellen aufzubereiten, können wir leider keine konkreten Zahlen für einzelne Strecken zur Verfügung stellen.

01.04.2020

FAQ: Bauen in Zeiten von Corona

Kann im Straßenbau auf den Autobahnen trotz Corona-Krise wie gewohnt gearbeitet werden?

Noch ist es nicht zu größeren Problemen auf unseren Baustellen gekommen, und wir würden natürlich gerne die verkehrsärmere Zeit nutzen, soviel zu schaffen wie möglich.

Welche Einschränkungen wegen Corona gibt es aktuell?

Auch für die Mitarbeiter von Straßen.NRW gelten die Vorgaben, Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden und den nötigen Abstand einzuhalten. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht auf den Baustellen präsent sind, um die Arbeiten der beauftragten Firmen zu begleiten und zu überwachen.

Sind Baustellen wegen Corona auf Eis gelegt? Wenn ja, welche und warum?

Tatsächlich sind bislang nur kleinere Maßnahmen mit Hinweis auf Corona meist um nur wenige Tage verschoben worden.

Aktuell fließt deutlich weniger Verkehr auf den Autobahnen: Lassen sich Baustellen dadurch schneller fertig stellen? Warum genau?

Große Baumaßnahmen lassen sich in der Regel durch den Rückgang des Verkehrs nicht schneller abwickeln, allerdings sind die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer zum Beispiel durch Sperrungen natürlich wesentlich geringer. So konnten am letzten März-Wochenende mehrere Maßnahmen gebündelt auf der A1 zwischen Hagen und Wuppertal abgewickelt werden, ohne dass durch die Vollsperrung der Autobahn in diesem Bereich Staus entstanden wären.

Baustellen auf Autobahnen werden so eingerichtet, dass nach Möglichkeit alle Fahrspuren – wenn auch eingeengt – erhalten bleiben, um den Verkehr so wenig wie möglich zu behindern. Aufgrund der derzeitigen erheblich verringerten Verkehrsbelastung - zum Teil bis zu 70 Prozent weniger Verkehr - werden durch Straßen.NRW vorhandene Sperrzeiten (Bauen ist nur zu verkehrsarmen Tageszeiten gestattet) im Einzelfall gelockert. Zudem wurde die Reisezeitverordnung für die Osterferien 2020 ausgesetzt. Das heißt, für die nun ausbleibende Reisewelle müssen keine der sonst rund um Ostern üblichen Sperrzeiten eingerichtet werden. Damit ist ein Rahmen gegeben, bei anstehenden Baumaßnahmen den Bauablauf sinnvoll zu verändern bzw. zu vereinfachen:

  • Vergrößerung des Bauzeitfensters durch Nutzung der Vormittags- oder Nachmittags-Sperrzeit
  • Früherer Beginn oder späteres Ende von Nachtbaustellen
  • Teilweise Umstellung von reinen Nachtbaustellen auf normale Tagesbaustellen.

Hierdurch können zum Einen die bauausführenden Firmen dabei unterstützt werden, die Vorgab0en des Robert-Koch-Instituts zum Schutze der Belegschaft einzuhalten und zum Anderen ergeben sich durch die Vertragsumstellung evtl. auch Möglichkeiten zusätzliche Leistungen abzuarbeiten, welche sonst nicht möglich gewesen wären.

Auf einigen Autobahnen wird durch die Nutzung von zusätzlichen Fahrstreifen für Baumaßnahmen oder die Verschiebung von Nachtbaustellen in die Tageszeit auf das geringere Verkehrsaufkommen reagiert. Dies führt jedoch in der Regel nicht zu einer Verkürzung der Bauzeit, sondern dient dazu, die Bauarbeiter zu schützen bzw. auf personelle Corona-bedingte Ausfälle zu reagieren.

Die Unterhaltungsarbeiten (Tagesbaustellen) werden zurzeit häufig tagsüber anstatt nachts durchgeführt. Darüber hinaus sind die Zeitfenster der Ausführung der Unterhaltungsarbeiten ausgedehnt. Diese werden vermehrt von den Straßen.NRW-Meistereien wahrgenommen.

Welche konkreten Baustellen in NRW könnten voraussichtlich wie viel schneller abgeschlossen werden?

Grundsätzlich ist Straßen.NRW bemüht, Baustellen auf den Autobahnen so schnell wie möglich abzuschließen. Mit den beauftragten Firmen werden dazu Wochenend- und Nachtarbeit (bei Baustellen kürzerer Dauer, so genannte Tagesbaustellen, betrug der Anteil der Nachtarbeit 2019 mehr als 53 Prozent) vereinbart und es werden in bestimmten Fällen auch Beschleunigungsvergütungen gezahlt.

Auch der Einsatz innovativer Bauverfahren beschleunigt Baustellen. Aktuelles Beispiel dafür ist der Bau der Brücke Afferder Weg im Zuge der A1 bei Unna. Hier sollen insgesamt 180 Tage Bauzeit durch den Einsatz von Fertigteilen eingespart werden.

Beschleunigt: Projekt "Neue A43"

Welche Faktoren spielen eine Rolle, wenn es darum geht, wie schnell eine Baustelle abgeschlossen wird?

Baustellen sind in großem Maße vom Wetter abhängig. Starker Frost kann die Bautätigkeit im Winter ausbremsen. Aber auch die hohen Regenmengen in diesem Winter haben zu Verzögerungen geführt, weil Maschinen den aufgeweichten Boden nicht befahren konnten. Auch unvorhersehbare Ereignisse wie Kampfmittelfunde oder ungeeignete Bodenbeschaffenheit können trotz vorhergehender Untersuchungen nicht ausgeschlossen werden und zu Verzögerungen führen.

Werden Baustellen nun vorgezogen, weil dort weniger Verkehr herrscht?

Eine wirtschaftliche und effiziente Baumaßnahme setzt viele, arbeitsintensive Vorarbeiten voraus.

Baustellen auf Autobahnen müssen langfristig geplant werden, da sie mit den umliegenden Maßnahmen koordiniert werden müssen. Dabei geht es nicht allein um die Baumaßnahmen von Straßen.NRW, sondern auch um die anderer Baulastträger. Die Straßen.NRW-Stabsstelle Baustellenkoordination sowie Baustellen-Koordinatoren in den Regionalniederlassungen stimmen unter anderem mit den Kommunen, mit der Bahn oder mit Versorgungsträgern die Baumaßnahmen ab. Ein kurzfristiges Vorziehen von Maßnahmen ist da nicht immer möglich. Gerade bei Abstimmungen mit der Bahn sind wir an enge und weit im Voraus festgelegte Zeitfenster gebunden.

Zudem müssen die Arbeiten zum Ausbau und Erhalt der Autobahnen in NRW ausgeschrieben werden. Hier sind Fristen einzuhalten, die das Vergaberecht vorgibt. Da auch nicht abzusehen ist, wie lange die Verkehrsmengen so gering bleiben, lassen sich größere Maßnahmen aus den oben genannten Gründen nicht vorziehen.

Im Bereich von Bundes- und Landesstraßen werden Maßnahmen, die zum Beispiel für die Osterferien (wegen des dann normalerweise geringeren Verkehrsaufkommens) geplant waren, vorgezogen.

Sollte die Corona-Krisen noch mehrere Wochen/Monate andauern: Welche Probleme gibt es auf den Baustellen?

Über die weitere Entwicklung können wir keine Voraussagen machen. Straßen.NRW hält engen Kontakt zur Bauwirtschaft, um flexibel auf die Herausforderungen zu reagieren.

30.03.2020

Verkehrsbelastung reduziert sich um bis zu 70 Prozent

70 Prozent weniger Verkehr als im Vergleichszeitraum 2019 hat die Straßen.NRW-Verkehrszentrale bereits für das Wochenende 21./22. März verzeichnet. Für das nun zurückliegende Wochenende – mit Kontaktsperre – dürften die Zahlen noch höher liegen.

Von Montag bis Freitag der vergangenen Woche hat die Verkehrszentrale in den Ballungsräumen einen Rückgang des Verkehrs von bis zu 40 Prozent verzeichnet. Ausnahme: der LKW-Verkehr. „Hier haben wir in unserer Stichprobe nur einen geringen Rückgang gemessen“, sagt Dr. Jan Lohoff, Abteilungsleitung Verkehrssteuerung in der Straßen.NRW-Verkehrszentrale. Betrachtet man den Fernverkehr, wurde in Zeiten der Corona-Krise auf den Transitstrecken ein Rückgang des Verkehrsaufkommens in der 13. Kalenderwoche um 35 Prozent gemessen. Am Wochenende reduzierte sich der Fernverkehr wie auch in den Ballungsgebieten um 70 Prozent. Auffallend bei den Transitstrecken ist ein deutlicher Rückgang des Verkehrs aus Polen in Richtung Niederlande. „Und mit Blick auf die Ballungsräume ist die Verkehrsbelastung auf der A3 zwischen Köln und Düsseldorf am stärksten gesunken.“

Die Verkehrsbelastung auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen wird regelmäßig gemessen. Induktionsschleifen in der Fahrbahn, so genannte "Automatische Dauerzählstellen", liefern dazu wichtige Daten. Um eine Vergleichbarkeit dieser Daten zu gewährleisten, müssen die gesammelten Zählungen aufbereitet werden. Dadurch veröffentlicht Straßen.NRW die Monats- und Jahresberichte zeitverzögert.

In NRW gibt es derzeit

  • 169 Dauerzählstellen an Bundesautobahnen, davon 7 an Grenzübergängen
  • 113 Dauerzählstellen an Bundesstraßen, davon 8 an Grenzübergängen
  • 58 Dauerzählstellen an Landesstraßen, davon 5 an Grenzübergängen
  • 2 Dauerzählstellen an Kreisstraßen.

26.03.2020

Straßen.NRW: Vorauszahlungen für Baufirmen

Um die Liquidität der Baufirmen zu sichern, plant Straßen.NRW jetzt auch, Vorauszahlungen auf noch nicht erbrachte Leistungen zu zahlen. „Ziel ist es, den Firmen Sicherheit zu geben und verlässlich miteinander umzugehen“, erläuterte Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek das Vorgehen und orientiert sich damit an einem Rundschreiben des Bundesverkehrsministeriums aus dieser Woche. Vorauszahlungen sind gegen Bürgschaft möglich, sofern ein vertraglich vereinbartes Leistungssoll größer ist als die vorauszuzahlende Summe.

„Noch ist es nicht zu größeren Problemen auf unseren Baustellen gekommen, und wir würden natürlich gerne die verkehrsärmere Zeit nutzen, soviel zu schaffen wie möglich“, so Sauerwein-Braksiek. Dazu gehöre auch, bei den sonst strengen Terminvorgaben angepasst zu reagieren, auf Vertragsstrafen zu verzichten, wenn Verzögerungen offensichtlich aus Gründen der Corona-Krise passieren, und auf den Baustellen ein partnerschaftliches Risikomanagement zu betreiben.

„Wir haben natürlich nach wie vor ein Interesse daran, unsere großen Aufgaben auf den Straßen zu bewältigen, und die Firmen wünschen sich ein hohes Maß an Freiräumen, auch für einen flexiblen Umgang mit den Nachunternehmern, damit die Projekte nicht ins Stocken geraten“, sagt die Straßen.NRW-Chefin. Sie sicherte zu, dass weiterhin Baumaßnahmen ausgeschrieben und Aufträge vergeben würden. Die Regelung gilt bei Straßen.NRW für Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen.

23.03.2020

Straßenwärter werben in den Sozialen Medien für #wirbleibenzuhause-Aktion

Die Botschaft ist bekannt, aber sie ist nach wie vor wichtig und aktuell: Bleiben Sie zu Hause. Halten Sie Abstand. So schützen Sie sich selbst und Ihre Mitmenschen. DANKE!

Quelle: Straßen.NRW

19.03.2020

Straßen.NRW: Kein Baustopp – Geschäft soll weiterlaufen

Auf den Straßen von NRW wird es in den kommenden Tagen keinen Baustopp geben. Das betonte jetzt Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin von Straßen.NRW: „Derzeit laufen noch alle unsere Baustellen, und das soll auch so bleiben“, so Sauerwein-Braksiek. „Die Firmen haben uns zwar einige Personalausfälle gemeldet, aber bislang ist keine Baustelle grundsätzlich in Gefahr. Und auch bei Straßen.NRW sind die Strukturen arbeitsfähig.“ In Österreich hat die für Autobahn zuständige Asfinag alle Baustellen eingestellt.

„Im Gegenteil: Das Wetter ist optimal für Bauarbeiten, der Verkehr hat nachweislich durch die geringere Mobilität der Menschen um 20 Prozent abgenommen. Sperrungen auf hochbelasteten Strecken könnten gerade jetzt einfacher durchgeführt werden“, sagte die Straßen.NRW-Direktorin. Auf Baustellen könne zudem sehr gut der erforderlich Abstand zwischen den arbeitenden Menschen eingehalten werden, Arbeitskolonnen könnten verkleinert werden und die Schichten mit einem festen Personenkreis zusammengestellt werden, um die Ansteckungsgefahr auszuschließen.

In einer Telekonferenz mit Vertretern der Bauwirtschaft hat Straßen.NRW vereinbart, weitere Baumaßnahmen auszuschreiben. „Die nordrheinwestfälische Bauwirtschaft hat ihre derzeitige Leistungsfähigkeit zugesichert “, erläuterte Elfriede Sauerwein-Braksiek die Situation. Straßen.NRW wird alles daran setzen, die Liquidität der Vertragspartner sicherzustellen. „Wir wollen der Bauwirtschaft und auch den Zwischenhändlern die Botschaft übermitteln, dass wir alles tun, damit das Baugeschäft weiterläuft.“ Zwischen Straßen.NRW und der Bauwirtschaft wurde vereinbart, sich in den nächsten Wochen regelmäßig auszutauschen, um schnell auf Herausforderungen reagieren zu können.