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Winterdienst

[Foto: Schneepflug] 1.900 Straßenwärterinnen und Straßenwärter bei Straßen.NRW gehen in den 29 Autobahn- und 56 Straßenmeistereien Jahr für Jahr im Schichtbetrieb an ihre Grenzen, um die rund 20.000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen möglichst schnee- und eisfrei zu halten. Den Meistereien stehen für die Planung der Bereitschaft- und Winterdienste Prognosen aus dem "Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS)" des Deutschen Wetterdienstes zur Verfügung, die mehrmals täglich aktualisiert werden. Zur Straßenzustandsüberwachung der Autobahnen stehen mittlerweile rund 220 und für Bundesstraßen 60 Straßenwetterstationen zur Verfügung.

Eine Garantie für schnee- und eisfreie Straßen gibt es allerdings nicht, denn Streu- und Räumfahrzeuge können nicht überall gleichzeitig sein. Straßenabschnitte können daher teilweise noch nicht gestreut oder geräumt sein. Darüber hinaus verbleibt nach einem Räumeinsatz immer Restschnee auf den Fahrbahnen. Jeder Autofahrer muss sich seiner Verantwortung bewusst sein, sein Fahrzeug verkehrstauglich zu halten und im Winter bei Schnee und Eis angepasst zu fahren. Aufgrund mangelnder Winterausrüstung liegengebliebene Fahrzeuge führten in den vergangenen Wintern immer wieder dazu, dass sich der Verkehr besonders an Steigungen staute und die Räumfahrzeuge nicht mehr arbeiten konnten.

Winterdienstzentralen

[Foto: Winterdienstzentrale]Bei den Autobahnniederlassungen Hamm und Krefeld überwachen Winterdienstzentralen den Straßenzustand der nordrhein-westfälischen Autobahnen. Von November bis April überwachen die Mitarbeiter der Winterdienstzentralen den Straßenzustand rund um die Uhr im gesamten Autobahn-Bereich unter anderem mit den Straßenwetterstationen.

Luftsensoren messen Lufttemperatur, Niederschlag und relative Luftfeuchtigkeit. Bodensensoren ermitteln Belagstemperatur und Fahrbahnzustand (trocken, feucht, nass und Glätte). Darüber hinaus sind weitere Hilfsmittel wie Wetterradar und ein Informationsaustausch mit den zuständigen Dienststellen der Autobahnpolizei für eine erfolgreiche Steuerung des Winterdiensteinsatzes sehr wichtig.

[Grafik: Karte der Fahrbahntemperaturen]Mit den zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln und den ständigen Informationsaustausch zwischen Winterdienstzentrale Meistereien und Polizei ist der Winterdienst in der Lage, die Autobahnen und Straßen rechtzeitig - möglichst präventiv vor der erwarteten Glättebildung oder vor einem Schneefall - zu streuen. Die Winterdienstzentralen sind für die Einsatzauslösung des Winterdienstes der 29 Autobahnmeistereien zuständig und begleiten die Meistereien durch Bereitstellung von aktuellen Informationen zur Unterstützung der Winterdienstdurchführung.

Daten und Fakten

  • Eingelagertes Salz:
    • 130.000 Tonnen in den 220 Salzhallen der 80 Meistereien des Landesbetriebes,
    • 75.000 Tonnen Reserve in zwei Zentrallagern (Rheinberg, Saerbeck)
  • Winterdienstzentralen: Standorte in Hamm und Krefeld. Die Zentralen sind spätestens ab November rund um die Uhr besetzt.
  • Einsatzkräfte: rund 1.900 Straßenwärter, einschl. Werkstattpersonal
  • Einsatzfahrzeuge: rund 700 Streu- und Räumfahrzeuge, unter anderem 28 Fahrzeuge mit Flüssigstreuer. Sie "streuen" bei Präventiveinsätzen auf Autobahnen in Wasser aufgelöstes Streusalz.
  • Technische Ausrüstung: unter anderem 220 Straßenwetterstationen an Autobahnen und 60 entsprechende an Bundesstraßen für die Straßenzustandsüberwachung
  • Winterdienststrecken des Landesbetriebes:
    • Autobahnen: 2.210 Kilometer,
    • Bundesstraßen: 3.660 Kilometer,
    • Landesstraßen: 9.460 Kilometer,
    • Kreisstraßen: rund 1.000 Kilometer
  • Autobahnen sollen 24 Stunden täglich, wichtige Straßen für den überörtlichen Verkehr von 6 bis 22 Uhr befahrbar sein ("Anforderungsniveau Winterdienst").
  • Streusalzverbrauch Saison 2014/15: rund 108.000 Tonnen
  • Durchschnittlicher Streusalzverbrauch (letzte 22 Jahre): 139.000 Tonnen pro Wintersaison
  • Kosten Saison 2014/15: circa 29 Millionen Euro, durchschnittliche langjährige Kosten (bezogen auf aktuelle Preise): rund 35 Millionen Euro
  • Hauptwinterdienstmonate (langjährig): Januar und Februar